Das Projekt

Die “Funky Kids” – HipHop-Dance Stylez aus Biberach/Riß

Breakdance, genauer Break-oder B-Boying, …
für viele bis heute unbekannt, steht dieser Begriff für eines der wesentlichen Standbeine einer Jugendkultur. Eine Jugendkultur, die seit über 30 Jahren und heute mehr den je den Alltag eines jeden Jugendlichen beeinflusst und prägt. Die Rede ist von HipHop. Bestehend aus den Bereichen Sprechgesang, Djing (<diejäing>), Graffiti-Kunst und Streetdance bietet HipHop weit mehr als über die Medien bekannt: nämlich Ausdrucksformen, bei denen das freie Tanzen, die eigene Kreativität und der Wettbewerb mit anderen Tänzern und Tänzerinnen an oberster Stelle stehen. Im Wettbewerb (d.h. im sog. “Battle”) mit Anderen gibt es nur eine Regel: “Wer berührt – verliert!” (Grundsatz der Gewaltfreiheit).

Die HipHop-Streetdance-Gruppe “Funky Kids” entstand im Jahre 1998 in Biberach/Riß, als Nachwuchs der Streetdance-Gruppe “Too Funky“, welche mit die erste Break- und Streetdance-Crew in ganz Oberschwaben war, unter der Leitung von Andreas “Andy” Schröder, in Tänzerkreisen auch bekannt als der “Chief-Rocka”.Too Funky 1998

Schon nach kurzer Zeit schloss man sich dann unter einem Trägerverhältnis mit Jugend Aktiv e.V. zusammen. Beginnend mit etwa 5 Kids, wuchs die Gruppe auf bis heute über 100 aktive “Kids” im Alter von 6 bis 99 Jahren an.

Mit dem Schwerpunkt Tanz begannen die “Funky Kids” mit Breakdance im Teilbereich “Floor-Rocking“, Schritte am Boden, eingeleitet durch Schritte im Stehen, die Verbindung von fliessenden, fast schwebenden, Schrittvariationen mit plötzlichen Haltefiguren, ergänzt durch kraftvolle Akrobatik; hinzu kam das “Locking“: Spaß und Überschwenglichkeit, angelehnt an die Ausdrucksweisen von Comic-Figuren á la Bugs Bunny oder Duffy Duck; eine weitere Tanzart untrennbar verbunden mit dem Breakdance: das “Boogaloo” oder “Electric Boogie”, roboterähnliche Moves, Wellen durch den Körper, Isolationen teilweise abstrakt, dann wieder funky in den Beat; mit den 90ern kam ein neuer Tanzstil, der “New Jack Swing“: schnelle Kicks und Schritte, Drehungen im Stehen auf soulige R&n B-Beats, die Basis aller modernen Showtanzchoreographien, vor allem bekannt geworden durch Musiker (und Tänzer) wie MC Hammer, Vanilla Ice und Bobby Brown; Anfang des neuen Jahrtausends kam das “Housedance“, in Deutschland bis heute weitgehend unbekannt, leicht, gleichsam spielerisch, werden verschiedenste Schrittkombinationen unter Einbindung von Isolationen und Wellen auf schnelle und melodische House-Beats performt – purer Spaß; Up to date – wie in vielen aktuellen Tanzfilmen ist unsere jüngste Tanzart der “Nu Style“, eine Mischung aus Jazzdance, aggressivem Eintauchen in harte HipHop-Beats, Isolationen aus dem Boogaloo und Schrittvariationen aus nahezu allen bekannten Tanzstilen – der Kreativität des Einzelnen sind keine Grenzen gesetzt.

Dieses umfangreiche Tanz-Repertoire wird mittlerweile in drei Altersgruppen und verschiedenen Leistungsbereichen von insgesamt fünf Haupt- und sechs Co-Trainern abgedeckt.

Little Skillz: Um unsere Jüngsten kümmert sich Jonathan Schad mit Unterstützung von Co-Trainerin Alessandra Maffei. Auch Alt-B-Boy Stefan “Sir Hoshi” Holzner und Marco “Funkyastic” Neumann, ehemals aktives Too Funky Mitglied, bringt seit kurzem seine Erfahrung ein und unterstützt im Training als Co-Trainer.

Break 2 Funky (B2F): Die “Halbstarken” werden in zwei Gruppen trainiert. Die Juniors leitet Marco “Funkyastic” Neumann zusammen mit Co-Trainerin Doris “Chuck Dorris” Contin an. Die Masters werden von Hans-Martin “Trick 17″ Münch und Nico “Nicipedia” Schneider zu Höchstleistungen gebracht. Daneben gibt es für beide Gruppen noch das New Jack Swing Training welches von Michael “Schätapätzle” Schätzle und Katharina “Battle-Cat” Eberle geleitet wird.

Funk-tastics: Die “Großen” stehen unter der Gesamtleitung von Andreas “Da Chiefrocka” Schröder. Hier wird nun – auch schon bei Anfängern – mehr Wert auf ein freies Training gelegt, d.h. Du kommst ins Training, wählst Deine Schritte und Moves selsbt bzw. lässt Dir von den anderen Trainierenden den einen oder anderen Move zeigen und übst diesen selbst oder mit anderen zusammen. Es gibt keinen Trainer mehr, dessen Aufgabe es ist, Dich zu motivieren und voranzutreiben – das machst Du selbst. Unser Grundsatz hier ist: “Die Tür ist immer offen, durchgehen musst Du aber selbst.” Selbstverständlich sind immer auch andere Tänzer unterschiedlicher Stärke da, mit denen Du Dir gemeinsam Deine Moves, Sets und Routines erarbeitest.

Just for Fun: Für diejenigen von Euch, die sich nicht vorstellen können, in einem freien Training zu üben, haben wir noch unsere Just for Fun-Class. Hier spielt die Geschwindigkeit, in der Ihr Euch tänzerisch weiterentwickelt erstmal keine Rolle. Ihr wollt ein bißchen Spaß haben, in einer netten Gruppe euch zu funk-, Soul-, HipHop- oder Housemusik bewegen, ohne an Wettbewerben, Battles, Auftritten, oder Ähnlichem teilzunehmen. Ihr erwartet auch keine akrobatischen Höchstleistungen von Euch? Dann seid Ihr hier richtig. Und wenn Ihr dann mal wechseln wollt zu den Funktastics – kein Problem, jederzeit…

Das Ziel des Projekts war und ist es bis heute,

  • zunächst den Teilnehmern das sog. “Freie Tanzen” zu vermitteln (d.h. eben gerade nicht nur das Erlernen einzelner vorgegebener Schritte oder Schrittfolgen zu einem vorgegebenen Musikstück);
  • den Kids eine Möglichkeit aufzuzeigen, ihren ganz persönlichen Ausdruck zur Musik unter Einbindung von körperlicher Fitness, akrobatischer Fähigkeiten und eigener Kreativität zu entwickeln.
  • zu erfahren, dass mit Ehrgeiz und Durchhaltevermögen das zunächst Unmögliche auf einmal doch erlernt wird, funktioniert und den Zuschauer begeistert (wie oft hören wir zu Beginn den Spruch “das geht nicht” oder “ich kann das sowieso nicht”);
  • Spaß und Zusammenhalt in der Gruppe zu erfahren, dies insbesondere durch gemeinsame Auftritte und die Teilnahme an sog. “Battles” (Wettstreit, in welchem Gruppen vor einer Jury gegeneinander antreten, manchmal auch ohne Jury und aus der Situation heraus – ungeschriebene und einzige Spielregel: wer den anderen berührt, verliert!!!). Das Aufeinander-verlassen-können und der gemeinsame Erfolg schweißen zusammen.
  • Eigens erdachte und geübte Schrittfolgen und Akrobatik-Elemente werden auf Auftritten und Shows gezeigt. Die Begeisterung des Publikums führt zu Bestätigung in dem, was man macht, und zu mehr Überzeugung und Selbstbewusstsein im täglichen Leben der Jugendlichen.
  • beim Erlernen neuer “Moves” im Training, genauso wie beim Aufeinandertreffen zweier Gruppen im “Battle”, ist die gegenseitige Unterstützung und Hilfestellung wichtiger denn je. Ziel ist die gegenseitige Motivation und Inspiration.

Die Funky Kids brachten seit Beginn immer wieder einzelne Formationen hervor, die auf Straßenshows, Battles, Auftritten, und und und, das Publikum begeisterten. Genannt seien hier:

  1. “Da Soul Twist”,
  2. die “WG-Breakers”,
  3. “Too Tough”,
  4. die “All you can eat”-Crew
    und unser jüngster Sproß:
  5. die “Boombasticle B-Boys”.

Und wer uns näher kennt, weiß auch, daß wir am Biberacher Schützenfest auch als die “Schützen All Stars” den Bunten Umzug und den Tanz durch die Jahrhunderte bereichern…

Im Übrigen tanzen wir nicht nur.

Wenn uns je mal langweilig werden sollte, gehen wir auch mal zusammen Baden, Basketball Spielen, Eislaufen, in Freizeitparks, machen SummerBBQs, Schnitzeljagden, Stadtrallyes und fahren zu Breakdance-Meisterschaften.

Lust bekommen?
Dann unter “Kurse” die richtige Gruppe heraussuchen, Turnschuhe und lockere Klamotten einpacken, und nichts wie hin zum nächsten Training. Wir freuen uns …